Der Inhalt

Die Handlung spielt in dem fiktiven Provinzstädtchen Gänsewitz, das von korrupten Stadtvertretern und gewitzten Menschen bevölkert wird, die in Verfolgung ihrer höchstpersönlichen Vorteile gerne die anderen austricksen. Die Heldin, Nanette, ein höchst emanzipiertes Frauenzimmer – das gab’s offenbar schon 1826! – spukt als “schwarze Frau” durch Gänsewitz, um die Ränke ihres Vormunds, des Viertelmeisters Haberstroh zu durchkreuzen. Und außerdem macht Nanette das Spuken auch richtig Spaß, weil sie dank des trotteligen Gerichtsdieners Klapperl als schwarzer Geist in Gänsewitz richtig prominent wird.

Zu Beginn der Handlung sucht der Gastwirt Sperber einen Paten für seinen Sohn. Auf den Taufschmaus freuen sich zwar schon alle Gänsewitzer, aber als Pate fungieren will keiner, weil’s ja Geld kosten könnte. Da trifft ein Fremder ein, der liebenswürdige Hallodri Georgel, der sofort von der Gastwirtin Hanni angetan ist. Er sagt zu, die  Patenschaft zu übernehmen.

Die schwarze Frau erscheint und beordert Sperber am späten Abend zu sich. Sperber zittert vor Angst, doch Georgel ist neugierig geworden. An Sperbers Stelle erscheint Georgel zum nächtlichen Treffen bei der schwarzen Frau.

Nanette in Gestalt der schwarzen Frau verlangt von Georgel, bei der Versteigerung ihres Vaterhauses mitzubieten und es zu ersteigern. Dafür verspricht sie ihm eine Belohnung: Reichtum und das Mädchen zur Frau, mit dem ihn eine kurze Liebschaft verbunden hat und das er nicht vergessen kann. Georgel ist beeindruckt davon, was der Geist alles von ihm weiß und stimmt in allem zu. Nanette selbst ist dieses Mädel und entschlossen, diesen Möchte-Gern-Casanova in den Hafen der Ehe zu lenken.

Bei der Versteigerung schnappt Georgel dem Viertelmeister Haberstroh auftragsgemäß das Haus vor der Nase weg und wird von den Gänsewitzern gefeiert.

Doch die Ernüchterung kommt am nächsten Tag – woher soll er den Kaufpreis nehmen – und wo bleibt die Unterstützung der schwarzen Frau? Schon wittert Haberstroh neue Chancen und will Georgel in den Kerker werfen, wenn er nicht zahlen kann. Da erscheint der schwarze Geist, zahlt den Kaufpreis für Georgel und gibt sich schließlich als Nanette zu erkennen. Das Geld stammt aus einem Schatz, den Nanette im Hause ihres Vaters gefunden hat, bevor ihn der Viertelmeister, der es auch darauf abgesehen hatte, für sich abzweigen konnte.

 

Wie das Stück ausgeht, müssen Sie schon selbst sehen!